Abwarten und Tee trinken

Ich habe mich bei Facebook abgemeldet!
Dieses Experiment habe ich aus vollkommen freien Stücken begonnen, mit dem Hintergrund, dass ein 200 MB-Internet-Stick einen leichten Einfluss hatte. Und im übrigen ist es ganz sicher interessant zu erfahren, wie die Welt ohne soziale Netzwerke funktioniert. Ihr habt meine Telefonnummer und ganz sicher wisst ihr noch, wie telefonieren funktioniert, SMS' sind auch okay. Ganz nach dem Motto: zu wissen man könnte und es dennoch nicht zu tun, ist zu weilen besser, als dem nachzugeben. Zum Beispiel den Pony schneiden. Man denkt, dass das ja gar nicht so schwer ist und man sich den Besuch beim Friseur sich nicht lohnen würde, doch im Nachhinein wäre es manchmal doch die klügere Entscheidung gewesen. Vielleicht wisst ihr, wovon ich rede.
Wie also habe ich die erste Stunde „danach“ überlebt?
14:47 Spontandeaktivierung, während ich meine neue Lieblingsserie auf VIVA entdeckt habe.
15:02 Die Serie ist vorbei.
15:07 Ich frage mich, ob ich es schaffe ohne Facebook.
15:08 Ich muss irgendwas tun.
15:12 Ich beschließe nach unten zu gehen und Kaffee zu kochen. In der Küche finde ich die leere Kaffeedose. Im Vorratsschrank steht bestimmt noch ein Päckchen, denke ich und stoße als nächstes gegen die Schale voll Wasser, die am Boden für die Katzen steht. Küche unter Wasser! Kein Problem – irgendwo hier muss Küchenrolle sein. Rolle alle. Arr, die Zeit zum fluchen ist gekommen.
Jetzt sitze ich hier und schreibe. In wenigen Minuten endet meine erste Stunde und ich bin noch immer da. Unglaublich oder? Mittlerweile ist der Kaffee ganz sicher auch durchgelaufen, ich bin einfach kein Teetrinker.

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