Du nicht, er nicht, sie nicht und was will eigentlich ich



Meine Unausgeglichenheit auf 1,635 Metern kennt ein Ende: „Lift im Haus“, „Marmor im Bad“ oder doch gleich eine Eigentumswohnung? Eine Textnachricht an die Frau gesendet, die bereit ist auch in einer anderen Stadt einen Studiengang zu finden, selbst wenn sie da gar nicht hin will.
Ich freue mit bei dem Gedanken, dass sie 300 Kilometer weiter nördlich gerade bestimmt lächelt und wähle „Nichts zu widerrufen“ - denn so ist es.
Während Papa bei potentiellen Arbeitgebern anruft, weil er nachts nichts mehr ruhig schlafen kann, aus Furcht dass Püppi weggeht, denke ich darüber nach, was passieren würde, wenn es doch plötzlich eine Zusage aus der großen Stadt gäbe. Dieses ganze Konjuktiv II in meinen Sätzen nimmt überhand, was her muss ist eine Schnulze, denke ich mir und durchforste die Liste meiner vorgemerkten Filme auf Moviepilot. Ich wähle den Film der dank der Vorhersage am ehesten meinem Geschmack entsprechen würde und befinde mich auf einmal 5 Wochen vor Weihnachten.  
Was könnte es schöneres geben, als Hugh Grant einen verliebten Prime Minister spielen zu sehen? Ja, weiß ich auch nicht! Seht ihr, hat geklappt. Gegenwärtige Indikativformen erhalten Einzug. Was so eine Community alles anrichten kann. Von wegen Web 2.0: „Nichts dagegen, dass du mich geadded hast, aber kennen wir uns?“ - Facebook ermöglicht es dir mit Menschen außerhalb deines Lebens in Verbindung zu treten. Das sind die vorerst letzten wirklich freien Tage, das letzte Mal Ferien, bevor es endlich losgeht. Geh los, geh raus, geh...nicht. „Das ist alles so logisch, dass ich es mir nicht merken kann.“, lese ich da und freue mich schon auf den Moment, in dem ich beschließe anzufangen mich mit meinen eigenen Heftern auseinanderzusetzen. Aber bis es so weit ist, höre ich noch ein bisschen Musik, lasse mich inspirieren und versuchte nicht weiter darüber nachzudenken.

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