So solls sein

F.R. macht zwar vielleicht gerade Urlaub, doch seine Texte begleiten mich trotzdem weiterhin. Da singt er in „So solls sein“ zum Beispiel davon, wie die Zeit vergeht und man ein Teil von ihr ist und nicht andersherum. Wie wir idealistisch ins Leben hinein gesprungen sind, was berufliche und private Zukunftspläne anbelangt und nach und nach damit abfinden müssen, dass wir in Wirklichkeit kaum etwas davon allein beeinflussen. Hinter jeder Zeile könnte ich ein 'gefällt mir' drücken oder am besten gleich meine Unterschrift setzen, da meine Generation genauso tickt und er das ausspricht, was um uns herum geschieht. Das Beziehungen vor Mitte Zwanzig nichts bringen möchte ich komplementieren: Wer über 30 noch nicht vergeben ist, hat wohl gute Gründe dafür; da bringt jedes junge Herz nichts. Hinterfragen ist okay, hängenbleiben schlecht. Nur der, der uns das Gefühl gibt gewollt zu sein, kann uns sicher halten, nur dem sollte es erlaubt sein tatsächlich einen Platz in unserem Leben zu finden. So ist es mit Freunden, der Familie, dem einen (?) Menschen, den wir wählen, von dem wir gewählt werden. Das verhält sich so mit der Arbeit, was und wo wir es machen und wie lange wie dabei bleiben. Und das ist so, wenn ich jetzt diese Zeilen schreibe und weiß, dass ich gleich fertig bin, nur noch einen Abschluss brauche,"So solls sein, denn ich glaub an das was bleibt."...

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